Begriffserklärung SARS-COV-19 und Aufschlüsselung

Gemäß den Angaben der Weltgesundheitsorganisation wird die in Europa im Jahre 2020 zum ersten Mal aufgetretene Lungenkrankheit aus China, welche durch den Coronavirus verursacht wird, Covid-19. Gleichzeitig erhielt der Erreger, das Coronavirus, das bislang einstweilig 2019-nCoV genannt wurde, den neuen Namen: Sars-CoV-2. Dieser soll für die zukünftige wissenschaftliche Bezeichnung in den Studien maßgebend sein.

Der Erreger der Krankheit Corona

SARS-CoV-2 (severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2) ist ein neuartiger Beta-Coronavirus, welcher Anfang 2020 als Auslöser der Krankheit COVID-19 identifiziert worden ist. Zu jenen Beta-Coronaviren gehören untere anderem MERS-CoV und auch SARS-CoV. Coronaviren sind unter Vögeln und Säugetieren weit verbreitet. Diese verursachen beim Menschen überwiegend gelinde Erkältungskrankheiten, können jedoch mitunter schwere Lungenentzündungen verursachen. SARS-CoV-2 benutzt das Enzym ACE-2 als einen Rezeptor, um an seine Wirtszellen zu gelangen. Die hohe Dichte an ACE-2 besteht im Atemwegstrakt, in Gefäßzellen, im Darm, in den Nieren, im Herzmuskel sowie in anderen Organen.

Seit Mitte Dezember 2020 wurde aus dem Vereinigten Königreich über die ansteigende Verbreitung der SARS-CoV-2 der Linie B.1.1.7 berichtet, welche sich durch eine ungewöhnlich große Zahl an Mutationen vor allem in dem viralen S-Protein auszeichnet. Es wird mittlerweile davon ausgegangen, dass diese Variante eine erhöhte Übertragbarkeit besitzt, welche in einer hohen Reproduktionszahl resultiert. Experimentelle Untersuchungen zur Bestätigung dieser erhöhten Übertragbarkeit der Variante sind derzeit im Gange, jedoch besonders zeitintensiv. Zurzeit gibt es keinen Anhalt für einen höheren klinischen Schweregrad der Infektion mit der B.1.1.7-Variante. Die laborexperimentellen Untersuchungen deuten zudem darauf hin, dass jene derzeit in Deutschland verfügbaren Impfstoffe gegen die Viren der Linie B1.1.7 in jedem Fall wirksam sind.

Ebenfalls im Dezember 2020 wurde zum ersten Mal von einem vermehrten Auftreten einer SARS-CoV-2-Variante aus Afrika berichtet, welche acht Aminosäureaustausche in ihrem S-Protein aufweist. Die Variante, 501Y.V2, gehört zu der Linie B.1.351. Auch jene Variante hat andere Formen verdrängt, sodass eine erhöhte Transmissibilität möglich ist. In vitro experimentelle Untersuchungen deuten außerdem darauf hin, dass wenigstens zwei der charakterisierenden Aminosäureänderungen (E484K und K417N) die Wirksamkeit verschiedener neutralisierender Antikörper vermindern. In praxi kann es bedeuten, dass eine bestimmte Komponente der Immunantwort gegen diese Viren weniger wirksam ist, welche eine solche Änderung aufweisen. Dies aber bedeutet nicht, dass die Viren gänzlich impfresistent sind, denn eine Immunantwort besteht aus verschiedenen Komponenten.

Der Namensgeber des Erregers, die Studiengruppe des Internationalen Komitees der Taxonomie von Viren wird auch International Committee on Taxonomy of Viruses genannt und bezieht sich mit dem Namen Corona bzw. Sars-CoV-2 auf eine sehr enge Verwandtschaft zu dem Sars-Virus (Sars-CoV), an welchem im Jahre 2003 Hunderte Menschen verstorben waren. Diese Viren sind Fachleuten zufolge Varianten aus derselben Virusart.

Coronaviren wurden gemäß den Angaben des Robert Koch-Instituts zum ersten Mal in der Mitte der 1960er Jahre identifiziert. Diese können Tiere und Menschen infizieren. Insgesamt sieben Vertreter der Gruppe verursachen beim Menschen vor allem Atemwegserkrankungen – von normalen Erkältungen bis hin zu gefährlichen oder tödlich verlaufenden Krankheiten wie auch Sars. Von dreien ist bekannt, dass diese bisweilen schwere Symptome auslösen.

Die Übertragungswege und der Schutz vor dem Virus

Der Hauptübertragungsweg für das SARS-CoV-2-Virus ist eine respiratorische Aufnahme der virushaltigen Partikel, welche beim Husten, Atmen, Sprechen, Singen oder beim Niesen entstehen. Je nach Partikelgröße und physikalischen Eigenschaften wird zwischen den großen Tröpfchen und kleinen Aerosolen unterschieden, wobei der Übergang zwischen diesen Formen eher fließend ist. Während vor allem größere respiratorische Partikel schneller zu Boden sinken, können die einzelnen Aerosole über längere Zeit in der Luft verbleiben und sich in den geschlossenen Räumen aufteilen. Wie schnell und ob die Aerosole und Tröpfchen absinken oder in der Luft verbleiben, ist außer der Größe der Partikel von vielen weiteren Faktoren abhängig. Dies sind unter anderem die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit,

Beim Sprechen und Atmen, aber noch stärker beim Singen oder Schreien werden Aerosole freigesetzt. Beim Niesen oder Husten entstehen vermehrt größere Partikel. Neben einer erhöhten Lautstärke können zudem individuelle Unterschiede zu dieser erhöhten Freisetzung beitragen. Generell ist die Wahrscheinlichkeit der Exposition gegenüber den Partikeln jeglicher Größe in einem Umkreis von 1 bis 2 Metern um eine infizierte Person erhöht. Ein Mund-Nasen-Schutz bzw. eine Mund-Nasen-Bedeckung) kann hier das Risiko der Übertragung durch alle Partikel jeder Größe in dem unmittelbaren Umfeld der infizierten Person reduzieren. Solche Atemschutzmaske sind vielerorts Pflicht.

Bei längerem Aufenthalt in schlecht oder gar nicht belüfteten oder kleinen Räumen kann sich die Wahrscheinlichkeit der Übertragung durch die Aerosole über eine größere Distanz als 1,5 Meter erhöhen, vor allem dann, wenn die infektiöse Person viele kleine Partikel ausstößt, sich für eine längere Zeit in dem Zimmer aufhält und die exponierten Personen tief oder oft einatmen. Durch eine Verteilung und Anreicherung der Aerosole im Zimmer ist das Einhalten eines Mindestabstandes für die Infektionsprävention nicht mehr hinreichend. Ein Beispiel hierfür ist das Singen in geschlossenen Räumen für eine längere Zeit, wo es teils zu hohen Infektionsraten kam, welche ansonsten nur selten zu beobachten sind.
Auch eine schwere körperliche Arbeit bei schlechter Lüftung hat zum Beispiel in fleischverarbeitenden Betrieben zu besonders hohen Infektionszahlen geführt. Ein guter Luftaustausch kann die Konzentration der Aerosole in den Räumen vermindern. Übertragungen im äußeren Bereich kommen eher selten vor. Bei der Wahrung des Mindestabstandes ist eine Übertragungswahrscheinlichkeit im äußeren Bereich aufgrund der Luftbewegung besonders gering.

Durch die Corona-Pandemie und jene durch das Virus ausgelösten Covid-19-Erkrankungen hat sich der Alltag der Menschen sehr verändert. Eine der deutlichsten Veränderungen entsteht hierbei durch die bestehende Maskenpflicht in vielen öffentlichen Bereichen. Durch das Tragen dieser Masken können die Menschen einen Beitrag zur Vermeidung der Verbreitung des Coronavirus leisten. Hierdurch soll die Übertragung des Virus und das Risiko der möglichen Infektion vermindert werden. Bei den Masken, welche aktuell zum Infektionsschutz eingesetzt werden, wird zwischen verschiedenen Maskentypen unterschiedenen.

FFP2 Atemschutzmasken zur Prävention

Es gibt solche Mund-Nasen-Bedeckungen, die auch als Behelfs-Mund-Nasen-Maske, Alltagsmaske oder Community-Maske bezeichnet werden. Jene aus dem medizinischen Alltag verwendeten medizinischen Gesichtsmasken werden zum Beispiel auch Mund-Nasenschutz, OP-Masken oder Mundschutz genannt. Dabei handelt es sich um spezielle Medizinprodukte.
Die bislang überwiegend im Bereich Handwerk verwendeten partikelfiltrierenden Halbmasken, welche auch Atemschutzmasken, FFP2 oder FFP3 genannt werden, sind ebenfalls Pflicht. Der Name FFP ist die Abkürzung, welche sich aus dem Namen dieser Masken „Filtering Face Piece“ definiert. Diese Masken gehören zu der Produkt-Kategorie „Persönliche Schutzausrüstung“ (PSA).
Solche Maskentypen bieten wegen ihrer besonderen Eigenschaften einen hohen Schutz gegen die Übertragung des Corona-Virus. Bund und Länder verweisen in dem Beschluss vom 19.01.2021 darauf hin, dass OP-Masken und auch Masken der Standards FFP2 und FFP3 eine höhere Schutzwirkung haben als die Alltagsmasken, welche keiner Normierung in Hinblick auf den Schutz unterliegen.

Die zur Schutzausrüstung gehörenden FFP2- und FFP3-Masken und in Deutschland verkehrsfähige Masken nach welchen im Hinblick auf den Corona-Infektionsschutz vergleichbaren Standards werden auf Grundlage der für diese geltenden Normen auf sie Filterleistung für schädliche Aerosole getestet. Die Schutzwirkung gegenüber dem Corona-Virus wird aufgrund ihrer höheren Filtrationsleistung und wegen des besseren Sitzes als höher eingestuft als jene von OP-Masken.

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