Corona-Mutationen um SARS-COV-19

Immer wieder ist zu lesen, dass Covid-19 zukünftig einen noch viel gefährlicheren Verlauf nehmen könnte. Auf Merkur.de, einem Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes ist zu lesen, dass „ein englisch-französisches Forscherteam um Lucy van Dorp vom UCL Genetics Institute am University College London“ eine aktuelle Studie aufnahm. Thema: Wie oft wurden seit Dezember 2019, dem Beginn der Coronapandemie, gefährliche Corona-Mutationen dokumentiert?

Dem Deutschen Ärzteblatt ist zu entnehmen, dass das SARS-Virus nur eine geringe Neigung zur Mutantenbildung aufweist. Andererseits aber ist dort zu lesen, dass das neue SARS-CoV zu den RNS-Viren gehört. Und diese gelten als besonders mutationsfreudig. Deshalb ging man davon aus, dass sich das Erbgut des Virus schnell verändert. Ein Vergleich von sequenzierten Viren in Ostasien und Nordamerika zeigte, bezogen auf die ersten sieben Wochen der Pandemie, eine geringes Mutationsverhalten.

Edison Liu sowie Mitarbeiter vom Genom-Institut in Singapur sequenzierten das gesamte Genom von mehreren Patienten und dokumentierten eine bemerkenswerte genomische Stabilität und gingen von lediglich „einer Handvoll“ mutierenden Viren aus, die auch in den Kulturen bei der Virusvermehrung entstanden sein könnten. Sie gehen von zwei Genom-Typen von SARS-CoV aus: Ein Typ würde auf das Metropol Hotel in Hongkong zurückgehen, wo die erste Infektion stattfand. Der zweite Typ sei in Hongkong, Guangzhou und Peking isoliert worden.

Kommen wir zurück zum Forscherteam um Lucy van Dorp.

Sie analysierten aus 99 Ländern von 46.723 Covid-19-Patienten die Virusgenome. Insgesamt konnten Sie 12.706 Mutationen, darunter 398 Sars-CoV-2-Mutationen mit Wiederholungsfaktor feststellen. Letztendlich aber führte keiner der neuen Mutanten zu einer höheren Übertragbarkeit des Virus unter Menschen. Das Team und van Dorp gehen deshalb davon aus, dass das Virus seine optimale Form für die Mensch-zu-Mensch-Übertragung und die Ausbreitung im Körper gefunden hat. Damit sei es gut an die Übertragung unter Menschen angepasst. Zudem könnte es im menschlichen Wirt sein „Fitness-Optimum“ erreicht haben. Diese Aussagen basieren auf Genome, die bis Ende Dezember 2019 vorlagen. Wenn sich, wie angenommen, SARS-CoV-2 bereits im Oktober und November 2019 auf den Menschen übertrug, können die zu diesem Zeitpunkt aufgetretenen Mutanten nicht mehr untersucht werden.

Die meisten der bisher dokumentierten Mutanten, auch D614G, seien neutral. Es könnte kein rezidivierendes Mutationsverhalten mit einer Virusübertragung in Assoziation gebracht werden. Die rezidivierenden Mutanten, die derzeit im Umlauf seien, wären anscheinend evolutionär neutral und würden primär durch das eigene Immunsystem des Menschen ausgelöst.

Wörtliches Fazit:

„Zum gegenwärtigen Zeitpunkt finden wir keine Hinweise auf signifikant häufigere Übertragung von SARS-CoV-2 aufgrund von einem Mutationsverhalten“.

Zudem wurde vom Forscherteam um van Dorp geäußert, dass die bisher bekannten Mutationen den Schweregrad von Covid-19 nicht erhöht hätten.

Aktuelles zur Neuansteckung mit einem Virus, der genetisch verändert ist

Folgendes haben niederländische Forscher beobachten können: Die Verläufe einer Coronavirus-Infektion reichen von einer leichten, grippeähnlichen Symptomatik bis hin zu schweren Erkrankungen, die einer stationären Versorgung bedürfen. Risikofaktoren wie beispielsweise Rauchen begünstigen diese. Im Hinblick auf eine erneute Ansteckung ist der Erfahrungswert zur Zeit noch zu gering, um zu sagen, warum es dazu kommt oder auch nicht. Dass die Folgen bei einer erneuten Ansteckung drastisch sein könnten, zeigen Fälle aus anderen Ländern.

Was passiert im Körper eines Menschen nach einer ersten Ansteckung mit Corona?

Der Körper bildet Antikörper. Eine erneute Infektion verläuft milder oder sogar unbemerkt. Was aber, wenn sich das Virus genetisch verändert, wenn es mutiert? Antwort: Der Körper erkennt den neuen Virusaufbau nicht, die Immunantwort funktioniert nicht. Daraus resultiert: Je geringer der Mutationsverlauf, umso besser. Wie sehr SARS-CoV-2 mutiert ist die Frage, die weltweit viele Forscher beantworten möchten.

Erneute Infektionen mit einem mutierten Coronavirus sind beispielsweise aus Belgien und den Niederlanden sowie aus Hongkong bekannt. Wie viele Menschen sich nach ca. einem halben Jahr erneut infizieren, ist nicht bekannt. Es würde sich jeweils nicht um ein „Wiederaufflammen“ der Erstinfektion, sondern um eine Ansteckung mit einem gentechnisch veränderten Virus handeln. Von respiratorischen Erkältungsviren ist dieser Prozess hinlänglich bekannt.

Einer schwedischen Studie des „Center for Infectious Medicine“ am Karolinska Institutet in Stockholm ist zu entnehmen, dass eine längerfristige Immunität nach einer Corona-Infektion auch ohne Antikörper im Blut durchaus möglich ist. Zuständig für die längerfristige Immunität sind die T-Gedächtniszellen in bestimmten weißen Blutkörperchen. Diese T-Zellen entwickelt jede infizierte Person. Ihre Fähigkeit: Das Coronavirus erkennen und bekämpfen bei erneutem Kontakt. Die T-Gedächtniszellen könnten auch dann vor einer erneuten Infektion mit Covid-19 schützen, wenn die Wirkung der Antikörper nachlässt. Diese These wird von Wissenschaftlern aus Singapur und Deutschland gestützt. Allerdings ist noch nicht geklärt, wie lange der Infektionsschutz anhält.

Was aber macht Corona-Mutationen eventuell doch gefährlich?

Die Mutation des SARS-CoV-2-Erregers aus England mit der Bezeichnung „B 1.1.7“ oder „501Y.V1“ hat die Welt „erobert“ und soll sich schneller übertragen und zudem infektiöser sein. Das Besondere: Sie weist zusätzlich zu RNA-Veränderungen und Veränderungen in der Erbinformation auch ein verändertes Spike Protein auf. Mit Hilfe einer bestimmten Oberflächenstruktur in der RNA kann sich das Virus an die menschlichen Körperzellen binden und eindringen.

Viele Impfstoffe haben das Spike-Protein zum Ziel, um das Virus zu bekämpfen. Bezogen auf die Variante „B 1.1.7“, auch „501Y.V1“ genannt, aus Großbritannien bzw. „501Y.V2“ aus Südafrika bezogen ist der R-Wert um 0,4 bis 0,7 höher, wie eine Studie des Imperial College London zeigt. Die beiden Mutanten aus England und Südafrika sind zudem unabhängig voneinander entstanden. Auf die Impfpläne und die Immunität auch gegenüber den neuen Mutanten ist zu sagen, dass die Impfseren von Biontech und Pfizer wirksam sind. Das belegen Laborstudien mit 16 Corona-Mutationen, zu denen auch „N501Y“ gehörte.

Der beste Schutz vor Corona fernab vom Impfen; wie sieht er aus?

Eine „normale“ medizinische Atemschutzmaske schützt die Menschen in Form von Fremdschutz aber auch auf Gegenseitigkeit, wenn sie von allen getragen wird, die sich in einer geschlossenen Umgebung (Bus, Bahn, Büro, Geschäft usw.) getragen wird. Doch auch in Fußgängerzonen beispielsweise schützt sie vor allem dann, wenn es eng wird. Diese Maske schützt vor einer Tröpfcheninfektion aber nicht vor Aerosolen. Die FFP2 Maske muss lt. des BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) eine CE-Kennzeichnung sowie eine Nummer auf der Verpackung und der Maske haben. Die FFP2 Atemschutzmaske wird offiziell als persönliche Schutzausrüstung (PSA) bezeichnet und schützt sehr gut vor Aerosolen und einer Tröpfcheninfektion. Die gesamte Schutzformel lautet: „AHA+L“: Abstand halten, auf Hygiene achten, eine Alltagsmaske tragen und Lüften.

Empfohlene Beiträge