Mit #AHA gegen Corona

Die Corona-Pandemie begleitet uns nun schon ein Jahr lang. Während die ersten Fälle in Deutschland im Januar des vergangenen Jahres noch als Einzelfälle betrachtet wurden, kennt heute fast jeder mindestens einen Menschen, der an Covid-19 erkrankt oder positiv getestet wurde. Die neuen Impfstoffe bringen Hoffnung auf eine Ende der Pandemie. Dennoch hat ein besonderer Hashtag nichts an Wichtigkeit verloren. Der Hashtag AHA findet sich nicht nur auf Instagram, sondern auch auf der Plakat- und Zeitschriftenkampagne der Bundesregierung zur Coronaprävention. Inzwischen hat er sich auch in den Sprachgebrauch der Politik eingebrannt.

AHA ist ein Akronym und steht kurz für (A)bstand halten, (H)ygiene und (A)lltagsmaske. Seit der Einführung der Maskenpflicht an öffentlichen Orten, hat sich AHA etabliert. Inzwischen ist der Hashtag um L für Lüften und ein weiteres A für die Corona – Warn(a)pp erweitert worden. Was hinter den einzelnen Schlagwörtern steht, ergibt sich aus den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Abstand halten

Was dem geneigten Norddeutschen nicht schwerfällt, ist für den rheinischen Jeck vermutlich die Höchststrafe. Tatsächlich ist diese Regel mit zunehmender Dauer der Pandemie diejenige, die wohl uns allen am schwersten fällt. Die Notwendigkeit, Abstand zu halten, bringt nun mal mit sich, dass wir uns eben nicht auf ein Bierchen treffen können, uns in den Armen liegen oder Oma und Opa „normal“ besuchen können. Denn Covid-19 wird hauptsächlich per Tröpfcheninfektion weitergegeben. Damit es dem Virus schwerer gemacht wird, soll auf soziale (physische) Kontakte verzichtet werden. Wenn sich Kontakte nicht vermeiden lassen, sollte ein Abstand von mindestens 1,50 Metern, besser zwei Metern eingehalten werden. Die neuen Virusmutationen, die noch ansteckender sind als die Ursprungsvariante, sind noch ansteckender. Jeder sollte also prüfen, ob er unnötige Kontakte noch besser vermeiden oder entsprechend auf Abstand gehen kann.

Hygiene

Ein vielschichtiges Thema, welches nicht nur das richtige Händewaschen umfasst, sondern auch einige kleine, aber effektive Verhaltensregeln. Böse Zungen munkeln, endlich würden mehr Menschen nach dem Toilettengang die Hände waschen. Hoffen wir, dass das auch über die Pandemiezeit anhält. Es ist jedoch ein entscheidender Unterschied, ob die Hände kurz unter das fließende Wasser gehalten oder eben richtig gewaschen werden. Richtiges Waschen heißt, dass die Hände bis zu den Handgelenken eingeseift werden und die Seife für mindestens zwanzig Sekunden gründlichen auf den Händen verteilt wird. Insbesondere Fingernägel und Fingerzwischenräume dürfen nicht vernachlässigt werden, da sich gerade dort Viren und Bakterien besonders wohl fühlen. Anschließend wird die Seife, möglichst mit warmem Wasser, abgewaschen. 20 Sekunden klingt kurz, ist aber für viele schwer abzuschätzen. Zu dem Thema „Hände waschen“ gab es daher in der Anfangszeit der Pandemie viele Tipps. Überall erklang das Lied „Happy Birthday“, denn die Zeit, die man benötigt, um es zweimal zu singen, ist ideal für das gründliche Händewaschen. Die meisten Supermärkte bieten an ihren Eingängen inzwischen Desinfektionsstationen mit Händedesinfektionsmitteln und Reinigungstüchern für den Einkaufswagen an. Diese Stationen sind keine ausgefallene Deko, sondern praktische Angebote, die gern ausgenutzt werden dürfen.
Neben der Händehygiene umfasst das Thema auch, in die Ellenbeuge zu niesen, statt das Aerosol explosionsartig im Raum zu verteilen oder in die Hand zu niesen. Patsch, schön damit im Supermarkt alles angepackt, schon hat man seine Viren großräumig verteilt. Wer ins Taschentuch niest, sollte dieses gleich entsorgen und die Hände waschen oder desinfizieren. Außerdem sollten im öffentlichen Bereich nicht mehr Gegenstände als nötig angefasst werden. Im Eigenheim sollte es ohnehin selbstverständlich sein, Geschirrtücher und Handtücher sowie Putzlappen und Schwämme regelmäßig auszutauschen und bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine zu waschen.

Alltagsmaske

Die wohl lange Zeit umstrittenste Regel: Erst skeptisch betrachtet und oft belächelt, wurde die Maske ab April 2020 an vielen öffentlichen Orten und im ÖPNV zur Pflicht. Während Kritiker die Wirksamkeit der Masken anzweifelten, wurde diese Zweifel mit Studien zum Schutz auch durch einfache Alltagsmasken inzwischen widerlegt. In bestimmten Kreisen steht die Maske als Symbol für eine angebliche Corona – Diktatur (übrigens Unwort des Jahres 2020) und ein Ende der Meinungsfreiheit. Beides lässt sich juristisch hervorragend diskutieren und u.a. aus hygienischer Sicht gut widerlegen. Mittlerweile gilt in Deutschland eine FFP2-Atemschutzmasken-Pflicht, was eine bloße Bedeckung von Mund & Nase z.B. durch einen Schal als unzureichend deklariert. Auch eine OP-Maske ist erlaubt, bietet im Gegensatz zur FFP2-Maske aber eine niedrigere Verwendungsmöglichkeit.

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