Unterschiede zwischen OP-Masken und FFP2/FFP3-Masken

OP-, FFP2- und FFP3-Masken: Wann sind sie sinnvoll, wann verpflichtend?

Zum Schutz vor Corona hat die Bundesregierung die Bevölkerung zu Einschränkungen aufgefordert und das Tragen einer geeigneten Mund-Nasen-Bedeckung in der Öffentlichkeit zur Pflicht erklärt. Schals oder Halstücher sind nicht länger ausreichend. Um die Pandemie in den Griff zu bekommen, sind nur noch OP- oder FFP2- oder 3-Masken erlaubt. Dies gilt vor allem beim Einkaufen oder bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln bereits an der Haltestelle. Einige Städte und Gemeinden haben für bestimmte Zonen zusätzliche eine Maskenpflicht angeordnet. Auch in der direkten Umgebung von Geschäften und angrenzenden Parkplätzen ist nun eine geeignete Atemschutzmaske zu tragen. MSK Industrieservice bietet die entsprechenden Produkte an, um seinen Beitrag gegen die ungehinderte Verbreitung des Virus zu leisten.

Beim Fachpersonal seit langem etabliert

Lange bevor Covid-19 die Bevölkerung in den Lock Down versetzte, trugen Ärzte Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS), um ihre Patienten vor Infektionen zu schützen. Dieser professionelle Mundschutz besteht aus einem Kunststoff in mehreren Schichten. Damit sich die Maske besser der Physiognomie anpasst, ist sie in Falten gelegt. OP-Masken sind bequem zu tragen, international sind sie als ausreichender Mundschutz anerkannt. Die Filterleistung gilt als ausgezeichnet, viele vergleichen sie mit FFP2 Masken.

Andere Bezeichnungen sind Operations- oder kurz OP-Maske sowie „medizinische Gesichtsmaske“. Diese Bezeichnung dürfen die Hersteller jedoch nur verwenden, wenn ihr Produkt die Norm DIN EN 14683 erfüllt. Dann kann der Kunde davon ausgehen, dass die Atemschutzmaske eine entsprechende Filterleistung bietet. Mit dem CE-Zeichen garantiert das Unternehmen, dass sämtliche gesetzlichen Qualitätsanforderungen erfüllt sind.

Die Wirkung der medizinischen Gesichtsmasken

Eine medizinische Gesichtsmaske sorgt hauptsächlich für eine geringere Übertragung von Schleimpartikeln ihres Trägers in die unmittelbare Umgebung. Aber dieser Maskentyp liegt nicht dicht an, deshalb schützt sie keinesfalls ausreichend vor Infektionen, die in der Luft verbreitet sind. Das Umfeld ist mit diesem Maskentyp also ausreichend geschützt, der Träger jedoch weniger.

Wichtig ist vor allem, die Masken richtig zu handhaben, egal um welchen Typ es sich handelt. Wurde das Exemplar bereits getragen, sollte man es nicht vorne anfassen, sondern die Bänder benutzen. So wird vermieden, dass man mit Krankheitskeimen in Kontakt kommt. Eine OP-Maske ist nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt. Trägt man sie nur für eine kurze Zeit, kann man sie aber auch mehrmals verwenden.

Die FFP2-Masken

Eine Atemschutzmaske, auch Feinstaubmaske genannt, hat eine deutlich breitere Wirkung. Diese Masken filtern Rauch, Feinstaub und eben auch die im Zusammenhang mit Corona immer wieder genannten Aerosole aus der Luft. Die Qualität dieser Masken ist ebenfalls vom Gesetzgeber geregelt. In der europäischen Norm EN 149 sind drei Schutzklassen definiert, nämlich FFP1, FFP2 und FFP3.

FFP ist die Abkürzung für „Filtered Face Piece“. Zum Schutz vor Covid-19 sollte mindestens der FFP2-Standard erfüllt sein, besser noch ist FFP3. Der Handel darf nur noch solche Masken anbieten, die mit einem CE-Zeichen ausgestattet sind. Außerdem ist ein vierstelliger Zahlencode verpflichtend, der für eine von den 41 zugelassenen Prüfstellen steht. Auch die Produkte von MSK Industrieservice sind mit einer entsprechenden Kennzeichnung versehen.

Vor- und Nachteile

Trägt man sie richtig, liegt die FFP2-Maske direkt an der Gesichtshaut an. Dann filtert sie die Luft sowohl beim Ein- als auch beim Ausatmen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Maske vollkommen korrekt getragen wird. Beim Einatmen wird dann nämlich der Gesichtsschutz an das Gesicht gesogen. Spürt der Träger den Luftstrom, sitzt der Atemschutz nicht richtig.

Experten weisen darauf hin, dass die Masken bisher im Arbeitsschutz mit der nötigen Einweisung zum Einsatz kamen. Für den Gebrauch von Laien waren sie ursprünglich nicht vorgesehen. Wenn man nicht auf die korrekte Verwendung achtet, sind sie nicht viel besser als einfache Einwegmasken. Trägt man sie aber nach Vorschrift, kommt es nur zu geringen Undichtigkeiten. Nachteilig ist, dass dieser Typ nach längerem Tragen unangenehm wird. Bereits nach 75 Minuten müssen die FFP2-Masken im Arbeitsschutz abgesetzt werden. Für ältere Menschen, die zudem noch unter Herzproblemen leiden oder Lungenvorerkrankungen, kann die Nutzung sogar anstrengend werden.

Die Unterschiede der FFP-Masken

Nur die Atemschutzmasken, die den FFP2- oder den FFP3-Standard erfüllen, schützen ihre Träger zuverlässig. Ein Gesichtsschutz, der die Normen erfüllt, verhindert Infektionen mit Covid-19, dient also hauptsächlich als Selbstschutz. Das Material dieser Masken ist fester, einige Modelle sind mit einem Atemventil ausgestattet. Die Schutzwirkung der FFP-Typen fällt unterschiedlich aus. Ist ein Ventil vorhanden, schützt die Maske nur den Träger vor einer Infektion. Die Umgebung hingegen bleibt ungeschützt. Ohne Ventil verhindert der Gesichtsschutz eine Übertragung sowohl in Richtung des Trägers als auch in die Umgebung. Für FFP3-Masken gilt, dass dies Ausführung vor allem für den medizinischen Bereich gedacht ist.

Die FFP2-Masken schützen besonders wirksam vor Ansteckungen mit Corona. Die Filterleistung muss die gesetzlich geforderten 95 Prozent erbringen, für FFP3-Masken sind 99 Prozent gefordert. Eine Alltagsmaske hingegen unterliegt keiner Norm und besteht meistens nur aus herkömmlichem Baumwollstoff. Auch für die Leckage, also die Durchlässigkeit der Atemschutzmasken, sind gesetzliche Anforderungen in der Norm definiert. Sie beträgt bei FFP1-Masken maximal 25 Prozent. Der Typ FFP2 darf 11 Prozent durchlassen, bei FFP3 sind es lediglich 5 Prozent.

Reinigung und Pflege

Sowohl die FFP2- als auch die OP-Masken darf der Nutzer nicht waschen, wenn sie aus Zellstoff hergestellt sind. Denn nach der Reinigung ist die Filterleistung dann deutlich geringer. Die Masken gelten zwar als Einwegprodukte, aber viele Experten sehen kein Problem, wenn sie mehrfach verwendet werden. Trägt man sie nur für eine kurze Zeit, beispielsweise beim Einkauf, ist ein fünfmaliger Gebrauch zu vertreten. Dann hängt sie der Anwender nach Möglichkeit an einen Haken und trocknet die Maske bei Zimmertemperatur.

Wissenschaftliche Untersuchungen konnten zeigen, dass nach einer Trocknungszeit von sieben Tagen fast alle infektiösen Viren verschwunden sind. Zudem raten die Forscher, Masken nicht sofort am nächsten Tag wieder einzusetzen, sondern sieben Masken mit Markierungen nacheinander zu tragen. Die Mikrowelle ist für eine Reinigung ungeeignet. Aber im Backofen kann der Gesichtsschutz maximal fünf Mal aufbereitet und desinfiziert werden. Die Temperatur sollte 60 Minuten lang 80 Grad betragen, bei Ober-/Unterhitze, ohne Umluft. Unter 80 Grad überleben sehr viele Viren, darüber nehmen die Masken Schaden. Mit einem Backofen-Thermometer wird die Temperatur überprüft.
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